Die Klasse versteht sich als gemeinschaftlicher Raum und als Grundlage eines offenen Diskurses. Kollektive Entscheidungsprozesse nehmen dabei eine zentrale Rolle ein. Theoretische Impulse, persönliche Erfahrungen, kritisches Denken und solidarisches Handeln greifen ineinander, um kollaborative und experimentelle Arbeitsweisen zu ermöglichen.
In den regelmäßig stattfindenden Plena setzen wir uns mit einem erweiterten Begriff von Bildhauerei auseinander, der Handlungsräume, den Körper sowie den Einsatz vielfältiger Medien einbezieht. Ein zentraler Bestandteil ist die gemeinsame Auseinandersetzung mit den formalen und inhaltlichen Aspekten der individuellen künstlerischen Arbeiten. Dabei wird das eigene Handeln stets im gesellschaftlichen Kontext reflektiert. Im Fokus steht die kritische Positionierung innerhalb sozialer und politischer Strukturen – ebenso wie die Frage, welche Beziehungen die künstlerischen Arbeiten zum Gegenüber herstellen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Klasse liegt auf der Konzeption und Umsetzung von Ausstellungen,
Gemeinschaftsprojekten, Symposien sowie selbstorganisierten Formaten. Ziel ist es, die Autonomie und Handlungsfähigkeit der Gruppe zu stärken und nachhaltige Formen gegenseitiger Unterstützung zu etablieren.